Warum ist die Koordinierungskonferenz der Länderinitiativen (KOKOLI) so wichtig für die Zahnärzteschaft?
auf den punkt – so sehe ich es:
Bereits seit vielen Jahren gibt es einen regen Erfahrungsaustausch zwischen den bundesweit bestehenden außerkörperschaftlichen Länderinitiativen. All diesen Vereinen, Verbänden oder anderen Organisationsformen ist gemein, dass sie die Kolleginnen und Kollegen vor Ort von Vornherein sehr stark mit eingebunden haben, um Konzepte oder Projekte für die Bedürfnisse der täglichen Praxis zu entwickeln. So konnten bereits in den letzten Jahren zahlreiche Erfahrungen im Umgang mit Krankenkassen, Kostenträgern oder anderen Unternehmen gesammelt werden. Einige Initiativen haben sogar konkrete Verträge oder Vereinbarungen abgeschlossen, die für die angeschlossenen Mitglieder nachgewiesenermaßen klare Vorteile mit sich bringen.
Daher kann die KOKOLI mit Fug und Recht eine gewisse Vertragskompetenz für sich beanspruchen und spielt somit bereits heute als Vertrags- bzw. Anbietergemeinschaft außerhalb der Körperschaften eine ernstzunehmende Rolle. Neben dieser Vertragskompetenz kommt aber gerade die enge Anbindung an die Basis zum Tragen, wodurch die direkte Umsetzung von Strategien, Konzepten oder konkreten Projekten erst möglich wird.
Des Weiteren ist dieser derzeit schon sehr enge Zusammenschluss der Länderinitiativen für die Zahnärzteschaft so wichtig, weil jeder der Kooperationspartner in der KokoLi von den Erfahrungen des anderen profitiert. So werden Möglichkeiten eröffnet, an bereits umgesetzten Vorhaben der anderen Länderinitiative zu partizipieren. Die offene Struktur der Zusammenarbeit verhindert die aus der Vergangenheit bekannten quälenden Abstimmungsprozesse und bietet auf der anderen Seite maximale Schlagkraft. Genau eine solche flexibel agierende Plattform ist die richtige Antwort auf die bereits eingeleiteten bzw. noch bevorstehenden Veränderungen im deutschen Gesundheitswesen. Der Berufsstand ist somit aufgerufen, sich weiter auf regionaler Ebene zu organisieren, um sich zukünftig am Markt als starke Anbietergemeinschaft behaupten zu können. Ideal wäre dabei die Bündelung aller zur Verfügung stehenden Kräfte in und außerhalb der Körperschaften. Einigen Bundesländern ist dieses Zusammenspiel gelungen, andere müssen noch hart daran arbeiten.
Ungeachtet dessen wird die KOKOLI in den nächsten Wochen und Monaten die Umsetzung ihrer Konzepte zielgerichtet und voller Elan im Sinne der zahnärztlichen Basis weiter vorantreiben.
Dem Chefredakteur des unabhängigen Newsletters „auf den punkt“, Herrn Kollegen Dirk Erdmann, möchte ich an dieser Stelle danken, dass er der KoKoLi heute die Möglichkeit gibt, ihre Positionen einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.
Martin Hendges, Sprecher der KoKoLi
Quelle: adp 06_07 vom 09.03.07